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Umgebung

Die Uckermark und angrenzende Landschaften wie die Mecklenburger Seenplatte oder die Feldberger Seenlandschaft bieten vielfältige Abwechslung.

In 15 Minuten mit dem Auto

Fürstenberg ist für sein Barockschloss, aber auch für die Gedenkstätte des KZ Ravensbrück bekannt.

In 30 – 40 Minuten mit dem Auto

In Prenzlau ist nicht nur die Hälfte der ursprüngliche Stadtmauer mit seiner mittelalterlichen Wehranlage erhalten, sondern eine Reihe von Türmen und Kirchen aus dem Mittelalter verweisen auf die reiche Geschichte, wenngleich die historischen Gebäude wie Inseln in sozialistischer Nachkriegsarchitektur anmuten.

Marktplatz Neustrelitz mit acht strahlenförmig abgehenden Straßen

Marktplatz Neustrelitz mit acht strahlenförmig abgehenden Straßen

Gut erhalten sind zum Beispiele die Grundzüge der barocken Planstadt Neustrelitz mit einer Reihe historischer Gebäude.

Templin weist eine Altstadt mit barockem Rathaus und Fachwerkhäusern sowie einer nahezu vollständig erhaltenen mittelalterlichen Stadtmauer nebst Wehrtürmen und Stadttoren.

Himmelpfort wird dominiert von einer aus dem beginnenden 14.Jahrhundert stammenden Klosteranlage, die heute jedoch nur noch in Ruinen vorhanden ist. In der Alten Mühle ist ein Teil der Bibliothek der verbrannten Bücher öffentlich zugänglich. Der 1929 geborene Georg Paul Salzmann sammelte Bücher von Autoren, die während des Nationalsozialismus verboten und verbrannt wurden. Militärhistorisch ist der Ort als Sonderwaffenlager für Kernwaffen der Gruppe der Sowjetischen Streitkräfte in Deutschland ab 1967 im Waldgebiet der Himmelpforter Heide angelegt und 1990 aufgegeben worden.

Boitzenburg ist eigentlich ein Dorf, aber hat beeindruckende Sehenswürdigkeiten zu bieten: Die restaurierte Ruine des Nonnenklosters dient heute als Kulisse für kulturelle Veranstaltungen, eine funktionstüchtige Mühle ist ein lebendiges Museum, das weithin bekannte Renaissanceschloss hat verschiedene Übernachtungsmöglichkeiten, im nahen Wald stehen 500-jährige Eichen und ein riesiger Findling, der Verlobungsstein.

Museumsmühle Woldegk, eine von sechs erhaltenen Mühlen im Ort

Museumsmühle Woldegk, eine von sechs erhaltenen Mühlen im Ort

Bei Gerswalde beginnt das  Biosphärenreservat Schorfheide-Chorin, das durch Seen, Moore und ausgedehnte Wälder, Wiesen und Äcker geprägt ist. Bedeutenstes Denkmal ist eine mittelalterliche Burganlage in Form einer Wasserburg. Sie wurde während des 30-jährigen Krieges zerstört und erst in den 1990er Jahren umfänglich restauriert.

Der Ortskern von Fürstenwerder ist von der im Mittelalter aus Feldsteinen errichteten und in Teilen erhaltenen Stadtmauer geprägt. Zwei von drei Stadttoren sind noch erhalten. Auf den zweiten Blick offenbaren sich zudem eine Reihe von Galerien. Für den Roman “Vor dem Fest” von Saša Stanišić bildete es als “Fürstenfelde” eine Vorlage. Sehenswert ist auch das Vorwerk Bülowssiege, einem aus Herrenhaus und Scheunen bestehenden Ensemble von denkmalgeschützten Feldsteinbauten.

Woldegk wurde im Mittelalter planmäßig rasterförmig mit einem ovalen Umriss angelegt. Eine frühgotische Stadtkirche prägt das Stadtbild sowie Reste einer aus dem 14. Jahrhundert stammenden Stadtmauer. Seit 2008 führt die Stadt den Beinamen “Windmühlenstadt”, der auf die Mühlentradition der Stadt Bezug nimmt. Sechs Mühlen sind heute – zum Teil nur als Ruine – noch vorhanden.

In 50 – 70 Minuten mit dem Auto

Neubrandenburg ist bemerkenswert, weil es die für Nordeuropa besterhaltenste mittelalterliche Stadtbefestigung aufweist, aber auch eine Reihe Bauten aus der DDR-Moderne.

Teile der mittelalterlichen Stadtmauer von Strasburg sind noch vorhanden sowie diverse klassizistische Bauten wie zum Beispiel das Rathaus.

Bauten aus verschiedenen Jahrhunderten wie das mittelalterliche Zisterzensierinnen-Kloster, das klassizistische Rathaus oder das neobarocke Amtsgericht sowie das Schloss auf einer Halbinsel an der Havel sind die baulichen Highlights von Zehdenick.

Teile der alten Stadtbefestigung, eine Reihe von repräsentativen Bauten aus dem 19. Jahrhundert sowie diverse Parkanlagen zeichnen Pasewalk aus.

Schwedt an der Oder und damit im östlichen Teil der Uckermark. Bei rund 30.000 Einwohnern bietet es eine bemerkenswert vielfältige Kultur mit Theater, Museen, Galerien und eine Vielzahl von Baudenkmälern. Zudem liegt die Stadt am Nationalpark Unteres Odertal.

Neuruppin, Villa am Tempelgarten. Bildquelle: Doris Antony

Neuruppin, Villa am Tempelgarten.

Neuruppin ist insbesondere als Beispiel frühklassizistischer Städtebaukunst bemerkenswert. Der Ort wurde nach einem verheerenden Flächenbrand ab 1787 zentral geplant und wiederaufgebaut. Im 19. Jahrhundert wurde die Stadt insbesondere durch die “Neuruppiner Bilderbogen”, Ausschneidebögen mit Papierpuppen, bekannt.

Angermünde zeichnet sich dadurch aus, dass das historische Erscheinungsbild der Altstadt weitgehend erhalten ist. Dominante Bauwerke sind das Franziskanerkloster und die Marienkirche.

In Brüssow sind die Stadtbefestigung mit Stadtmauer und Reste von Wiekhäusern sowie ein Torwächterhaus bemerkenswert.

In 90 Minuten mit dem Auto

Wer südlich fährt, erreicht die Hauptstadt Berlin mit seinen umfänglichen Attraktionen.

Konkurrenz macht die polnische Hansestadt Szczecin (Stettin), die allein wegen seiner umfänglich restaurierten Altstadt einen Besuch wert ist.

Bildquellen
Neustrelitzer Marktplatz. By Tilman2007 (Own work) [CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons
Woldegker Mühle. By Oberlausitzerin64 (Own work) [CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons
Neuruppin, Villa am Tempelgarten. Bildquelle: Doris Antony; [GFDL, CC-BY-SA-3.0 or CC BY-SA 2.5-2.0-1.0, via Wikimedia Commons